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Prostata:Veränderungen bei Vorsorgeuntersuchungen erkennen

Hintergründe genau erklärt

Die Prostata ist ein Organ, das sich auch bei Veränderungen nicht sofort bemerkbar macht. Deshalb sind Früherkennungsuntersuchungen in der urologischen Praxis für Männer so wichtig. Dabei können Beschwerden durch eine gutartige Vergrößerung oder eine Krebserkrankung im frühen Stadium diagnostiziert und rechtzeitig behandelt werden. Prostatakrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland.

Die Zahl der Neuerkrankungen ist über lange Zeit stetig gestiegen, nimmt inzwischen jedoch leicht ab und lag im Jahr 2012 bei rund 64.000 Fällen. Die sinkenden Zahlen werden auch zurückgeführt auf die verbesserte Vorsorge. Das Erkrankungsalter liegt im Durchschnitt bei etwas über 70 Jahren. Vor dem 50. Lebensjahr kommt Prostatakrebs nur selten vor. Aber je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto erfolgreicher sind die Behandlungsaussichten und desto größer ist die Chance auf Heilung.

Mit den Jahren wächst die Prostata …

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein etwa kastaniengroßes Organ zwischen Blase und Beckenboden des Mannes. Sie besteht aus Drüsen, Bindegewebe und glatter Muskulatur und dient der Sekretbildung als Transportmittel für die Spermien. Durch die Prostata verläuft der obere Teil der Harnröhre, in den die vom Hoden kommenden Samenleiter einmünden. Im Laufe der Jahre wächst die Prostata bei den meisten Männern. Bei den über 50-Jährigen betrifft das bereits jeden Zweiten. Die meistens gutartige Vergrößerung muss nicht unbedingt Beschwerden verursachen.

Welche Probleme kann die Prostata verursachen?

Hintergründe genau erklärt

Wenn sich bei der Prostata genau die Drüsenanteile um die Harnröhre herum vergrößern, kommt es zu einer Einengung. Das Wachstum führt dazu, dass Betroffene irgendwann kaum noch Wasser lassen können. Die vergrößerte Prostata drückt die Harnröhre immer stärker zusammen. Beschwerden wie eine Abschwächung des Harnstrahls, häufiges Wasserlassen und nächtliches Wasserlassen können die Folge dieses Benignen Prostatasyndroms (BPS) sein.

Die gutartige Vergrößerung der Prostata hat nichts mit Prostatakrebs zu tun und muss von dieser Erkrankung klar unterschieden werden.

Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse. Typische Symptome, die frühzeitig und eindeutig darauf hinweisen, gibt es nicht. Das Prostatakarzinom entsteht in den meisten Fällen in der äußeren Drüsenzone. Deshalb kommt es erst dann zur Einengung der Harnröhre und Störungen beim Wasserlassen, wenn der Tumor bereits weit fortgeschritten ist.

Früherkennung eines Prostatakarzinoms

Prostatakrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen: Er kann so langsam wachsen, dass er gar nicht behandelt werden muss. Er kann aber auch einen aggressiven Verlauf haben, zu Beschwerden führen oder gar lebensbedrohlich werden. Fast alle Männer überleben den Krebs, wenn er so frühzeitig erkannt wird, dass er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Vorsorge - am besten schon ab 35, wenn Prostatakrebs beim Vater, Onkel oder Großvater in frühen Lebensjahren aufgetreten ist.

Das gesetzliche Früherkennungsprogramm in Deutschland beinhaltet derzeit für Männer ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich die Frage nach Beschwerden oder anderen gesundheitlichen Veränderungen, die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie die Tastuntersuchung der Prostata und der Lymphknoten. In unserer urologischen Praxis bieten wir Ihnen zusätzlich den Test auf PSA im Blut.

Nutzen Sie die Früherkennungsuntersuchungen! Vorsorge kann Leben retten.

PSA - das prostataspezifische Antigen

Dr. Gruner

PSA ist die Abkürzung für das prostataspezifische Antigen. PSA ist einer der besten, möglicherweise der beste Tumormarker in der Humanmedizin, da er Veränderungen im Bereich der Prostata besonders spezifisch anzeigt. Wie kein anderer Marker hat das PSA die Früherkennung, die Diagnostik und die Therapie des Prostatakarzinoms grundlegend verändert. Nahezu ausnahmslos werden nachhaltige klinische Entscheidungen in der Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms u.a. von seinem Wert abhängig gemacht.

PSA ist ein Eiweiß und wird vor allem in den Prostatadrüsen gebildet. Im Blut kommt es bei gesunden Männern nur in sehr geringen Mengen vor. Bei Erkrankungen der Prostata kann es aber vermehrt an das Blut abgegeben werden.

Zuverlässige PSA-Bestimmung im praxiseigenen Labor

In unserem praxiseigenen Labor führen wir täglich PSA-Bestimmungen durch und beraten Sie individuell über die Ergebnisse. Interne und externe Qualitätskontrollen gewährleisten dabei eine zuverlässige und korrekte Befunderhebung. Durch die fortlaufende Teilnahme an Ringversuchen sichern wir die Aufrechterhaltung eines hohen Qualitätsstandards kontinuierlich ab.

Die Bewertung der Ergebnisse erfordert Erfahrung und Sachverstand. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht in jedem Fall Krebs. Zur Ergänzung des Befunds werden Gewebeproben aus der Prostata entnommen. Aufgrund der hohen Zahl von PSA-Analysen in seiner Urologischen Praxis kann Dr. Michael Gruner eine zuverlässige medizinische Expertise der Untersuchungsergebnisse gewährleisten.

Verlaufskontrolle und Nachsorge des Prostatakarzinoms

Wenn bei Ihnen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wurde, sind Sie in unserer Urologischen Praxis in besten Händen. Wir kümmern uns um Tumortherapie- medikamentös, ambulant oder stationär, Verlaufskontrolle und Nachsorge. Durch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit dem HELIOS St. Elisabeth-Krankenhaus und weiteren renommierten Kliniken mit onkologischem Schwerpunkt können wir Ihnen eine optimale Betreuung gewährleisten.

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